Erfahrungen & Bewertungen zu Roberts Teehaus



                                                                                                                        

                                                                                                              Einblicke in die japanische Teekultur



Teegenuss mit langer Geschichte

Im 8. Jahrhundert brachten buddhistische Mönche Tee aus China nach Japan. Zunächst wurde er dort als medizinisches Heilmittel genutzt. Über die folgenden Jahrhunderte hinweg konnte sich eine ganz eigene japanische Teekultur entwickeln. Im 16. Jahrhundert nahm dann Sen no Rikyū wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der japanischen Teezeremonie. Als oberster Teemeister eines berühmten Feldherrn hielt er deren Regeln fest und gilt aus diesem Grund bis heute als Begründer der modernen Teezeremonie.

Der japanischen Lehre folgend soll im Verlauf einer japanischen Teezeremonie der Teemeister den Teetrinker auf den Teeweg (Chado) führen und ihn zu einem Teemenschen (Chajin) machen. Zu einem Menschen also, der sich durch Gelassenheit, Ruhe und Wärme auszeichnet und sich selbst auch einmal zurücknehmen kann. Sen no Rikyū vermerkte in seinen Schriften ebenfalls vier taoistischen Prinzipien, die bei einer japanischen Teezeremonie einzuhalten seien: Reinheit, Stille, Respekt und Harmonie.

Einst fragte ein Schüler seinen Meister Sen no Rikyū, was er denn bei der Ausübung einer Teezeremonie beachten müsse. Er bekam folgende Antwort: "Bereite eine köstliche Schale Tee; lege die Holzkohle so, dass sie das Wasser erhitzt; ordne die Blumen so, wie sie auf dem Feld wachsen; im Sommer rufe ein Gefühl von Kühle, im Winter warme Geborgenheit hervor; bereite alles rechtzeitig vor; stelle dich auf Regen ein, und schenke denen, mit denen du dich zusammenfindest, dein ganzes Herz." Daraufhin antwortete sein Schüler, dass er dies alles bereits wisse. Die weise Antwort seines Meisters war folgende: "Wenn du also eine Teezusammenkunft leiten kannst, ohne von einer der Regeln, die ich nannte, abzuweichen, dann will ich Dein Schüler werden!"




Tief verankert in der japanischen Kultur: die japanische Teezeremonie

Die Vorstellung, dass ein Gastgeber seinen Gästen in malerischer Umgebung verschiedene japanische Teesorten zubereitet und dazu kleine Speisen reicht, ist ein schöne. Japanische Teekultur beinhaltet jedoch sehr viel mehr. Sie unterliegt seit Jahrhunderten den gleichen strengen Regeln und ihre Rituale wirken auf Außenstehende oft äußerst formell. In der Regel finden japanische Teezeremonien in speziell dafür eingerichteten Teehäusern für maximal fünf Gäste statt und können Stunden dauern. In ruhiger und ästhetischer Umgebung werden Gastfreundschaft und Spiritualität intensiv erlebbar. Ideale Bedingungen um Raum zu schaffen für Harmonie, Hochachtung, Respekt und Stille – die vier Prinzipien des Teeweges.



Kein Wunder also, dass in unserer lauten und hektischen Welt auch bei uns die japanische Teekultur und ihre Rituale immer beliebter werden. Verspricht eine Zeremonie doch eine Auszeit vom Alltag und gilt als Gesamtkunstwerk, das innere Einkehr und Ästhetik perfekt zu verbinden weiß. Wo sonst ergänzen sich Architektur, Malerei, Keramik, Gartenkunst und Spiritualität zu einer Einheit? In zahlreichen deutschen Großstädten werden solche Teezeremonien bereits angeboten.



Und warum nicht selbst einmal japanische Teekultur in den eigenen Alltag einfließen lassen? Sich regelmäßige Teepausen gönnen, in denen aromatische japanische Teesorten genossen, tief durchgeatmet und gleichzeitig Ruhe und Kraft getankt werden können. Die japanische Teekultur besagt, dass wenn etwas zur Gewohnheit geworden ist, wir uns nicht mehr damit beschäftigen müssen. Ab diesem Punkt sind die Gedanken frei.




Feste Regeln bestimmen den Ablauf einer Teezeremonie

Mit dem Weg zum Teehaus beginnt bereits auf dem Gartenpfad (Roji) die Zeremonie. Denn der Alltag liegt nun hinter dem Gast und die erste Stufe der Erleuchtung ist erreicht. Am Wasserbecken folgt laut japanischer Teekultur die traditionelle Reinigung der Hände und eine Spülung des Mundes. Die Erlangung äußerer und innerer Reinheit ist hierbei das Ziel. Böse Taten und Worte sind nun weggewaschen, Herz und Geist empfänglich für Stille, Schönheit und innere Einkehr. Nun werden auch die Schuhe ausgezogen und das Teehaus betreten. Gesellschaftliche Unterschiede bleiben bei einer Teezeremonie stets vor der Tür zurück.

Nach einem leichten japanischen Essen verlassen die Gäste noch einmal den Raum. Fünfmal muss nun der Gong durch den Teemeister erklingen, bevor die Gäste erneut eintreten dürfen und im Fersen- oder im Schneidersitz auf Tatami-Matten Platz nehmen. Nach streng vorgeschriebenen Regeln reinigt der Teemeister die benötigten Utensilien mit einem Seidentuch, erwärmt das Wasser und rührt Matcha-Tee an. Hierzu verwendet er Matcha-Pulver und einen kleinen Bambusbesen.

Der erste Gast, zumeist der Ehrengast, nimmt die Teeschale dankend mit einer Verbeugung in Empfang, nimmt hörbar schlürfend einen oder mehrere Schlucke und reicht sie zurück an den Teemeister. Dieser wischt den Rand ab und reicht die Schale an den nächsten Gast weiter. Geistreiche Gespräche bilden während einer Teezeremonie das Unterhaltungsprogramm. Früher war dies die Aufgabe einer in japanischer Teekultur gut ausgebildeten Geisha, die mit künstlerischen und ästhetischen Themen ihre anspruchsvollen Gäste gekonnt zu unterhalten wusste.




 Die vier Prinzipien einer japanischen Teezeremonie


Laut japanischer Teekultur sollen während einer traditionellen Zeremonie Denken und Handeln der teilnehmenden Gäste positiv beeinflusst und nach der Zeremonie mit in den Alltag genommen werden. Hier treffen konfuzianische Lehre, Zen-Buddhismus und Kunst aufeinander mit dem Ziel, bei den Teilnehmern einen Wandel hin zu wahren Teemenschen herbeizuführen.
Zu diesem Wandel gehört Harmonie (Wa). Sie kann während einer japanischen Teezeremonie im Umgang miteinander, im Umgang mit der umgebenden Natur und im Umgang mit den rituellen Gerätschaften erprobt werden. Japanische Teekultur verlangt als ein weiteres Prinzip Respekt (Kei). Respekt gegenüber dem Gastgeber, den anderen Gästen und Wertschätzung gegenüber den verwendeten Utensilien. Mit Reinheit (Sei) und Stille (Jaku) sind die vier Prinzipien einer japanischen Teezeremonie vollzählig. Denn die Reinigung vor und während der Durchführung des Rituals führt zu äußerlicher und spiritueller Reinheit, während Stille Voraussetzung für Ruhe und innere Gelassenheit ist.




Bekannte japanische Teesorten

Die erste japanische Teesorte, die in Japan zubereitet wurde, war Sencha. Bis heute gehört dieser erfrischende grüne Tee zu den beliebtesten japanischen Teesorten. Seine Blätter werden direkt nach dem Pflücken verarbeitet, kurz gedämpft und geschüttelt. Nach dem Trocknen erinnern die Teeblätter an grüne Nadeln.
Im 12. Jahrhundert gesellte sich dann Matcha-Tee hinzu, der aus gemahlenen Teeblättern bestand und durch seinen herben Geschmack zu überzeugen wusste. Insbesondere die Samurai schätzten diese japanische Teesorte und verwendeten sie für Teezeremonien, die bis heute die japanische Teekultur prägen. Bis ins 16. Jahrhundert hinein war japanische Teekultur ausschließlich den oberen Gesellschaftsschichten vorbehalten. Heute dürfen japanische Teesorten wie Sencha, Matcha oder der würzige Gyokuro Asahi glücklicherweise von allen Liebhabern japanischer Teekultur genossen werden.



Bancha-Tee gilt als japanischer Alltagstee, Babalong-Tee ist bekannt für sein feines und mildes Aroma. Gyokuro Asahi trägt den Namen "Tautropfen" und gehört zu den feinsten und wertvollsten japanischen Teesorten. Er ist ein Schattentee, dessen frische Knospen mit dunklen Netzen bedeckt werden. Auf diese Weise entwickeln Schattentees weniger Gerbstoffe und sind deshalb weniger bitter. Dies macht den Gyokuro Asahi zu einer sehr milden japanischen Teesorte. Auch Sincha-Tee ist von äußerst hochwertiger Qualität, was sich entsprechend im Preis bemerkbar macht.




 Japanisches Teeservice & japanische Teesets


Japanische Keramik besticht durch ihre Ästhetik und kunstvolle Schlichtheit. Jeder Teemeister besitzt seine ganz eigene individuelle Sammlung, meist alter Herkunft. Während einer japanischen Teezeremonie werden diese seltenen und wertvollen Teile des Service entsprechend präsentiert und von den Teilnehmern gebührend bewundert.

Auch zu Hause lassen sich die japanischen Teesorten in schönen Gefäßen aufbewahren und aus kunstvollen Gefäßen genießen. Egal, ob Sie sich für ein japanisches Teeservice aus hochwertiger Keramik oder für ein reich verziertes japanisches Teeset aus Porzellan entscheiden. Japanische Teekannen und Matcha-Schalen erhalten Sie in vielen Größen, Formen und Farben und bei der Auswahl werden Qualität und Ihre individuelle Ästhetik entscheidend sein.



Japanisches Teegebäck

Tief verwurzelt sind die Werte japanischer Teekultur. Dabei soll dem Augenblick Achtsamkeit geschenkt, das Gegenüber wertgeschätzt und nach Schönheit gestrebt werden. Mit den passenden Utensilien, japanischen Teesorten, Geduld, Hingabe und Lernwillen kann jeder ein Meister des Tees werden und die Harmonie japanischer Teekultur genießen.


Versüßt wird dieser Weg durch traditionelles japanisches Teegebäck. Dieses wird während einer japanischen Teezeremonie gerne den Gästen gereicht, um den bitteren Geschmack des Matcha-Tees auszugleichen. Japanisches Teegebäck ist sehr fein und erinnert in seinem Aussehen an bunte Bonbons. Elegante Formen und verschiedene Aromen machen sie zum idealen Begleiter für Tee. In Japan ist dieses Gebäck in mundgerechter Größe als "Wagashi" bekannt.

     

 



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