Erfahrungen & Bewertungen zu Roberts Teehaus
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Türkische Teekultur

                                               
Die türkische Teekultur und die türkische Esskultur sind untrennbar miteinander verbunden. Können Sie sich dieses Land ohne das allgegenwärtige Nationalgetränk vorstellen? Schwarzer Tee wird stark aufgegossen. Er muss lange ziehen, wird mit viel Zucker gesüßt und in zierlichen Gläsern serviert.


Essen und (Tee)trinken in der Türkei


Wenn wir weit genug in der Geschichte zurückgehen, erinnern wir uns daran, dass diese Kultur ursprünglich eine nomadische war. Die Turkvölker besiedelten ein riesiges Gebiet von Zentralasien bis Osteuropa. Die Ernährungsgewohnheiten dieser nichtsesshaften Reiter aus der Steppe verschmolz im Laufe der Jahrhunderte mit den Kochtraditionen Indiens, Persiens, Kurdistans, Arabiens, der Mittelmeerländer und des Kaukasus. Orient und Okzident begegnen sich hier. Der Begriff multikulturell ist heute sehr strapaziert, aber genau dieses Attribut trifft auf die türkische Esskultur zu.

Und was ist mit der türkischen Teekultur? Çay (gesprochen: tschai) muss kräftig, heiß und süß sein. Erst seit den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts werden die Sträucher im großem Stil am Schwarzen Meer angebaut. Türkei und Teekultur sind innig miteinander verbunden, und doch eignet sich Ceylon Tee genauso gut. Er wird auch in Deutschland gern für türkischen çay verwendet, weil er von mittlerer Geschmacksintensität ist, weder zu dezent noch zu bitter, auch dann nicht, wenn Sie ihn stark zubereiten und ihm eine längere Ziehzeit gewähren.


Typische Speisen

Wo ist anzufangen, um die Vielfalt der Tafelfreuden aufzuzählen? Immerhin, einen Versuch ist es wert.
Es gibt Suppen, Vorspeisen, Salate. Fleisch vom Grill (kebap, aber nicht nur in der Art, wie wir es hier im Döner kennen). Geschmortes Fleisch, am liebsten Lamm. Mindestens ein halbes Dutzend unterschiedlicher Hackfleischgerichte. Fladenbrot, mit allen möglichen Füllungen oder als Beilage. Reis in unzähligen Variationen. Bulgur, also Weizengrütze. Gemüse, vor allem gefüllt: Auberginen, Paprika, Weinblätter. Tomaten, Oliven, Artischocken. Eintopf aus weißen Bohnen. Fisch.
Fleisch- und Gemüsegerichte werden gern mit Joghurt-Sauce serviert. Überhaupt ist Joghurt ein fester Bestandteil der türkischen Küche. Das Wort (yoğurt) ist übrigens wie bulgur Türkisch, wussten Sie das schon?
Und zum Abschluss eines Festessens? Baklava kennen Sie wahrscheinlich, aber es gibt zahllose Arten von Desserts und Gebäck, nach orientalischem Geschmack sehr süß!
Appetit bekommen? Tee passt vor allem zu Letztgenannten. Darum lesen Sie jetzt mehr über die türkische Teekultur.


Türkische Teekultur

Çay fand seinen Weg, wie so vieles andere auch, über die Seidenstraße. Ende des 19. Jahrhunderts wurden Experimente gemacht, Tee im Lande zu kultivieren. Aber sie waren zum Scheitern verurteilt. Die klimatischen Verhältnisse waren nicht förderlich. Am Beginn des 20. Jahrhunderts fiel auf, dass in Georgien am Schwarzen Meer die Pflanzen hervorragend gediehen. Daraufhin wurde mit dem Anbau in Rize an der Schwarzmeerküste begonnen, und endlich fielen die Bemühungen buchstäblich auf fruchtbaren Boden.
Seither gehört es zur Gastfreundschaft und zum guten Ton, jedem Besuch eines türkischen Haushaltes ein Glas Tee anzubieten. Das ist sowohl vor als auch nach den Mahlzeiten üblich, zu jeder Tages- und Nachtzeit.


Türkischer Tee Originalrezept

Den verschiedenen Möglichkeiten widmen wir ein extra Kapitel, hier beschreiben wir die traditionelle Zubereitungsart.
Dazu wird ein semaver benötigt. Ursprünglich wurde er mit Holzkohle beheizt, heute meist mit Elektrizität. Zwei Kannen werden darauf übereinander gestellt, eine kleine aus Porzellan, in die ein Teelöffel Blätter für jedes kleine Glas gegeben wird. In die große wird Wasser gefüllt und bis zum Siedepunkt erhitzt. Damit wird der Tee in der kleinen Kanne aufgegossen und lange ziehen gelassen, eine gute Viertelstunde. Das Wasser in der unteren Kanne erfüllt zwei Funktionen: Zum einen hält es den kräftigen Aufguss warm, zum anderen verdünnt es ihn. Etwas von dem Konzentrat wird durch ein Sieb in die Gläser eingeschenkt, dazu kommt nach Wunsch kochend heißes Wasser, aber nicht zu viel. Schließlich muss noch genug Platz bleiben, um das Glas anzufassen. Gesüßt wird mit Zucker. Zwei Teelöffel oder Würfel sollen es schon sein. Das klingt nach viel und es schmeckt auch so. Das Morgenland liebt es, Reisende sollten es höflicherweise nicht ablehnen. Und noch etwas dürfen sie nicht tun, nämlich nach Milch fragen. Das löst im Allgemeinen blankes Unverständnis aus, zumindest aber ungläubiges Staunen.


Türkische Teekultur ist ohne starken schwarzen Tee nicht vorstellbar. Er ist in der Türkei Alltagsgetränk und eigentlich sogar ein Grundnahrungsmittel.                

 

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