Erfahrungen & Bewertungen zu Roberts Teehaus
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                  Türkischen Tee selber machen


Was ist türkischer Tee? Der Begriff bezeichnet eine bestimmte Art der Zubereitung. Die Grundlage ist oft Ceylon Tee. Wie in Russland wird auch hier zuerst ein Konzentrat hergestellt und danach  mit siedend heißem Wasser nach Wunsch verdünnt. Sie möchten wissen, wie Sie türkischen Tee aufbrühen können? Das ist nicht schwer, wenn Sie ein paar Grundregeln beachten.



Türkischen Tee selber machen

Wie wird türkischer Tee zubereitet?

Die traditionelle Methode verlangt einen çaydanlık, ein Kochgeschirr, das aus zwei meist metallenen Kannen besteht. Die Verfahrensweise entspricht dem Samowar-Prinzip (Türkisch semaver): Ein starker Aufguss wird verlängert.

Auf einer Herdplatte werden die beiden Kannen unterschiedlicher Größe übereinander gestellt. In der größeren wird Wasser zum Kochen gebracht und heiß gehalten. Anstelle eines Deckels wird die kleinere Kanne darauf gesetzt. Sie enthält angefeuchtete Teeblätter, die sich in der Wärme, die von unten kommt, entfalten. Wenn in der großen Kanne das Wasser kocht, wird ein Teil davon über die Blätter gegossen und auf diese Weise ein kräftiger Sud hergestellt. Dieser demli çay wird, mit heißem Wasser verdünnt, zum trinkfertigen açık çay.


Türkischer Tee Rezept, das traditionelle

Zwei Esslöffel Blätter können es auf einen Liter Wasser schon sein, oder, anders ausgedrückt, für jedes kleine türkische Glas ein Teelöffel davon. Es empfiehlt sich, sie zuerst in einem feinen Sieb kurz unter kaltem Wasser abzuspülen. Das muss nicht unbedingt sein, aber das Getränk wird dann klarer, versichern viele türkische Tee-Spezialisten. Weiter wird so verfahren wie oben beschrieben: Das kochende Wasser aus der unteren Kanne wird auf die Blätter gegossen, und zwar soviel, dass die obere halb voll ist. Dann wird die große wieder mit Wasser aufgefüllt. Die Hitze hochstellen, bis es erneut kocht, dann auf kleiner Stufe heiß halten. Währenddessen zieht oben der starke Sud, und zwar relativ lange. Zehn Minuten sind nicht unüblich. In jedes Glas gießen Sie dann etwas davon durch ein Sieb und strecken es nach Belieben mit heißem Wasser aus der unteren, großen Kanne. Einer der Vorteile ist, dass jede und jeder selbst entscheiden kann, wie intensiv der Aufguss sein soll.


Türkischer Tee ohne çaydanlık

Alle werden Ihnen sagen, das gehe gar nicht. Aber es ist auch anders möglich, auf weniger traditionelle Weise. Wie wird türkischer Tee zubereitet, ganz ohne Spezialausrüstung, die Sie immer noch anschaffen können, wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind? Zum Beispiel so:

Gießen Sie in einen mittelgroßen Kochtopf einen Liter Wasser. Legen Sie darauf ein größeres Sieb, idealerweise ein flaches, wie Sie es sonst über eine Pfanne legen, um zu verhindern, dass beim Braten heißes Fett herausspritzt. Spülen Sie zwei EL Ceylon Tee ein paar Sekunden lang ab. Geben Sie die feuchten Blätter in eine kleine Kanne. Stellen Sie diese auf das Sieb, dieses auf den Topf und erhitzen Sie den Liter Wasser bis zum Siedepunkt. Die Wärme der immer heißer werdenden Flüssigkeit und des langsam entstehenden Dampfes bringt das Aroma der feuchten Blätter zur Entfaltung. Wenn das Wasser sprudelt, gießen Sie soviel darauf, dass sie gut bedeckt sind. Füllen Sie den Topf wieder auf, bis er so voll ist wie vorher, und lassen Sie alles aufwallen. Sieben Sie den Sud nach einer Ziehzeit von fünf Minuten durch und vermischen Sie ihn mit dem siedenden  Wasser aus dem Topf.


Türkischen Tee zubereiten ohne Samowar

Manchmal wird auch in der Türkei ein Samowar eingesetzt, wie er im russischen Kulturkreis und in Vorder- und Zentralasien benutzt wird. Das Prinzip ist das gleiche wie beim çaydanlık: Ein starker Aufguss wird mit heißem Wasser verdünnt. Optisch ist ein Samowar besonders schön und gemütlich und eigentlich unnachahmlich. Wenn Sie türkischen Tee selber machen möchten und nach einer Idee suchen, wie Sie eine gesellige Runde ohne eine solche Investition mit besonderem Flair gestalten können, dann empfehlen wir Ihnen, ein orientalisches Tablett und zwei schöne, passende (auch zueinander passende!) Kannen zu benutzen. Die größere sollte mindestens anderthalb Liter fassen.

Zuerst brühen Sie zwei EL Ceylon Tee mit einem halben Liter sprudelnd siedendem Wasser auf. Lassen Sie ihn fünf Minuten lang ziehen. Seihen Sie die sehr dunkle Flüssigkeit durch ein feines Sieb in die kleinere der Kannen ab. Währenddessen bringen Sie soviel Wasser zum Kochen, wie in die größere  passt. Auf dem Tablett richten Sie beide an. Stellen Sie Zucker und Honig dazu, dekorieren Sie das Arrangement mit einem kleinen orientalischen Leuchter (ein Teelicht in einem bunten Glas ist völlig ausreichend) und Servietten in warmen Farbtönen, die mit dem Ganzen harmonieren. Die zierlichen türkischen Gläschen und Löffelchen sind keine große Anschaffung und sorgen schnell für eine morgenländische Atmosphäre. In jedes Trinkgefäß kommt ein Schuss Tee, aufgefüllt wird mit heißem Wasser, gesüßt nach Geschmack. Stellen Sie nahöstliches Gebäck dazu. Süßes auf jeden Fall, zum Beispiel Baklava, und auch salziges, beispielsweise türkische Sesamkringel.



Türkischer Tee Rezepte

Sie möchten Anregungen, wie es auch mal anders geht?


Türkischer Apfel Feige Tee

Zutaten:

25 g getrocknete Apfelringe

25 g getrocknete Feigen

1 Liter weiches Wasser, am besten gefiltert

4 TL Ceylon Tee

2 EL Zitronensaft

Zucker oder Honig nach Geschmack


Zubereitung:

Schneiden Sie die Apfelringe und die getrockneten Feigen in sehr kleine Stücke und legen Sie diese in einen Topf. Gießen Sie das Wasser dazu, bringen alles zum Aufwallen. Bei ganz kleiner Hitze soll es fünfzehn bis zwanzig Minuten köcheln. Nehmen Sie die Flüssigkeit vom Herd, fügen Sie vier TL Tee hinzu und lassen Sie die Mischung noch einmal fünf Minuten lang stehen. Sieben Sie alles durch, fügen Sie Zitronensaft und Zucker oder Honig hinzu.

Es geht auch nur mit Trockenobst. Dann erhalten Sie einen aromatischen und erfrischenden Früchtetee, der vor allem im Sommer auch sehr gut kalt mit ein paar Eiswürfeln schmeckt. Kinder lieben ihn!



Türkischer Eistee

Eiswürfel vorbereiten, die aus Apfelsaft (wenn Sie Kalorien einsparen wollen, nehmen Sie Apfelschorle) und etwas Zitronensaft hergestellt sind. In jedes kleine Fach des Eiswürfelbehälters legen Sie ein Blatt frische Minze. Lassen Sie alles gefrieren. Dann brühen Sie Konzentrat auf, demli çay, ähnlich wie oben beschrieben, aber diesmal mit zwei EL Tee auf einem Viertelliter Wasser. Es soll mindestens fünf Minuten lang ziehen, dann seihen Sie es ab und süßen es. Verteilen Sie es auf große Gläser, die bis oben hin mit den Apfel-Zitrone-Minze-Eiswürfeln gefüllt sind.

Statt aus Apfelsaft können Sie auch Eiswürfel aus Pfirsichnektar herstellen. Vorsicht, er ist ziemlich süß!


Türkischen Zitronen-Eistee bereiten Sie folgendermaßen zu:

Für eine ganze Kanne brühen Sie vier TL Ceylon Tee mit 250 ml kochendem Wasser auf. Lassen Sie alles fünf Minuten lang ziehen, es darf auch etwas mehr sein. Lösen Sie den Zucker darin auf; das Originalrezept sieht 100 bis 125 Gramm vor.

Vermischen Sie den Tee mit dem Saft von zwei Zitronen, schneiden Sie eine dritte, unbehandelte, in Scheiben. Füllen Sie große hitzefeste Gläser fast randvoll mit Eiswürfeln, gießen Sie den heißen Aufguss darüber. Stecken Sie in jedes Glas ein paar Blätter frische Minze und dekorieren Sie es mit einer Zitronenscheibe.



Kaufempfehlungen

Wenn Sie keine größeren Anschaffungen machen möchten, sollten Sie die Grundausstattung besorgen: ein Service und, natürlich, Tee.

Türkischer Tee Service

Auf jeden Fall brauchen Sie ein halbes Dutzend der tulpenförmigen Gläschen mit passenden Löffeln, wenn Sie türkischen Tee selber machen möchten. Und ein Tablett, am besten ein rundes, reich verziertes aus Messing, wie es im Orient gern verwendet wird. Auch kleine Teller für Gebäck und Behältnisse für Zucker finden Sie preiswert in türkischen Geschäften oder Supermärkten und natürlich auch im Onlineversand.


Türkischer Tee lose

Es gibt welchen zu kaufen, der in der Türkei an der Schwarzmeerküste angebaut wird, aber er ist oft nicht von sehr guter Qualität. Tatsächlich wird gern solcher aus Sri Lanka verwendet, dem früheren Ceylon. Es handelt sich um Blätter, also um losen Tee, nicht um Beutel, aber das versteht sich von selbst.




Der Begriff "türkischer Tee" bezeichnet weniger eine Sorte als eine Zubereitungsart. Ein Konzentrat wird gekocht, lange ziehen gelassen und dann mit heißem Wasser verdünnt. Der echte Tee ist sehr süß und wird in zierlichen Gläsern serviert.


                                                                        

 

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