Koreanischer Tee

Koreanischer Tee

Die koreanische Teekultur kennt und pflegt Zeremonien, manche fast so ritualisiert und meditativ wie die sehr verfeinerten in Japan, manche informeller und für lockere und gesellige Runden geeignet. Auch Kaffee wird in eher neuerer Zeit in Korea gern getrunken, und das nicht selten und nicht wenig. Aber das Getränk, um das es hier gehen soll, hat eine lange Geschichte, wie überall in Asien. Eigentlich muss es heißen, die Getränke haben eine lange Geschichte, denn, wie wir gleich sehen werden, die Vielfalt an Sorten ist in Korea außergewöhnlich und auf der ganzen Welt vermutlich einzigartig. Von einigen Spezialitäten werden Sie noch nie gehört haben. Es ist kaum zu glauben, aus was dieser überaus beliebte Trank gebraut wird, unter anderem aus Getreide, aus Früchten, aus Kräutern, aus Blättern, aus Samen und aus einer Wurzel, die auch in Europa Berühmtheit erlangt hat und der mitunter wundersame, heilkräftige Wirkungen nachgesagt werden. Sie ahnen es wahrscheinlich längst: Die Rede ist von Ginseng.

Hervorragender koreanischer Grüntee wird zum Beispiel und ganz besonders auf der Insel Jeju angebaut. Als mild, nussig, oft fast süßlich kann der Aufguss beschrieben werden. Das Wasser soll, wie bei jedem grünen Tee, nach dem Aufkochen etwas abgekühlt sein. 80 oder 90 Grad gelten als ideale Temperatur. Sie benötigen kein Thermometer, um das zu kontrollieren. Lassen Sie das Wasser im Kessel oder Kocher so offen wie möglich fünf Minuten lang stehen. Warten Sie zehn Minuten, wenn das Gefäß keinen Deckel hat, den Sie abnehmen können. Dann gießen Sie die heiße Flüssigkeit über die losen Blätter und lassen das Ganze nur kurz ziehen, zwei oder drei Minuten. Genießen Sie den Duft und den Geschmack, atmen Sie tief durch und gönnen Sie sich eine kleine Auszeit. Machen Sie eine schöpferische Pause.

Koreanischer Gerstentee hat es geschafft, sogar in Deutschland bekannt zu werden. Je nach Jahreszeit wird er heiß oder kalt getrunken. Die Röstaromen des Getreides sorgen für den ganz besonders angenehmen Geschmack, der diesem Tee sogar weitab seiner Heimat zum Erfolg verholfen hat.

Röstaromen gibt es ebenfalls hier. Koreanischer Reistee wird ursprünglich mit der Kruste hergestellt, die sich beim Kochen unten im Topf bildet. So jedenfalls war es Tradition. Der Tee hat Ähnlichkeit mit dem japanischen Genmaicha.

Auch Koreanischer Maistee entsteht aus knusprig goldbraun gerösteten Körnern.

Koreanischer Pflaumentee soll stärkend, aufmunternd und entgiftend wirken. Der Geschmack ist für Europäer oft gewöhnungsbedürftig.

Koreanischer Zitronentee oder Zitrustee ist dagegen unbestreitbar köstlich. Diese Tatsache und sein hoher Gehaltes an Vitamin C machen ihn vor allem zu einem begehrten Wintergetränk. Es dient der Vorbeugung bei Erkältungswetterlage. Und sollte Sie ein grippaler Infekt trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch mal erwischt haben, lindert dieser Tee die unerfreulichen Symptome.

Noch wirksamer bei beginnendem Winterunwohlsein ist koreanischer Honigtee. Er wird durch Ingwer ergänzt, dessen angenehme oder manchmal auch sehr deutliche Schärfe (abhängig von der Konzentration) in Europa nicht bei jeder und jedem auf Gefallen trifft. Es lohnt sich aber, den Geschmack daran zu kultivieren. Allein die wohlige Wärme, für die Ingwer sorgt, tut gut. Gegen Kratzen im Hals hat sich Honig schon seit jeher bewährt. Er beruhigt die Atemwege und pflegt die Stimmbänder. Er wirkt von Natur aus entzündungshemmend wie ein leichtes Antibiotikum, ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen. Und wem würde er nicht schmecken?

Ostasiatische wilde Minze ist die Grundlage für koreanischen Minzetee. Sie kennen natürlich Pfefferminze und wahrscheinlich auch die nordafrikanische Nanaminze, die zusammen mit grünem Tee im Maghreb die Basis für das beliebteste aller Getränke bildet. In Ostasien ist ein etwas anderes Kraut gewachsen, das Ihnen aber sicher auch zusagen wird.

Koreanischer Ginsengtee muss schließlich unbedingt noch erwähnt werden. Zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften werden dieser auffällig geformten Wurzel zugeschrieben, die aus der traditionellen Medizin nicht wegzudenken ist. In Europa findet man Ginseng in verschiedenen Stärkungsmitteln. Er ist selten und teuer. Leider wirkt er trotzdem keine Wunder, aber einen Versuch ist sein Genuss auch in Form eines heißen kräftigenden Getränkes allemal wert.

Schauen Sie ruhig, was Sie im gut sortierten Handel finden. Und sollte Ihr Weg Sie tatsächlich nach Korea führen, statten Sie unbedingt dem einen oder anderen Teehaus einen Besuch ab und probieren Sie die vielen Variationen über das Thema Tee.

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