Erfahrungen & Bewertungen zu Roberts Teehaus

                                                                                                                        

                                                                                           

Von alten Zeiten bis heute - Geschichte und Entwicklung der chinesischen Teekultur


Die chinesische Teekultur ist die älteste der Welt

Die japanische Kunst des Teegenießens, vor allem die Teezeremonie, ist wahrscheinlich die in der westlichen Welt bekannteste, aber die chinesische Teekultur ist weitaus älter, die Quelle und der Ursprung. Es gibt hier eine Teekunst, die durch die Kulturrevolution von 1966-1977 leider weitgehend zerstört worden ist. Das Teetrinken ist dennoch bis heute allgemein verbreitet. Tee - grüner Tee - ist nach wie vor das Hauptgetränk in ganz China, wenn es auch regionale Unterschiede und Vorlieben gibt. In Peking wird sehr gern Jasmintee getrunken, in Fujian (Südchina) schwarzer Tee. In Hunan, auch einer südchinesischen Provinz, wird der Tee für Gäste mit Sojabohnen, Sesam und Ingwer vermischt.
Dieses Riesenland erlebt schon seit längerem einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung, was auch die traditionelle Teekultur wiederbelebt. Bis heute ist China der größte Teeproduzent der Welt. Chinesische Teesorten werden in alle Welt exportiert, zur Zeit rund drei Millionen Tonnen jährlich.


Grüner, Weißer, Gelber, Oolong, Pu-Erh

Diese Reihenfolge entspricht dem Grad der Fermentierung. Grüner Tee ist gar nicht fermentiert, weißer zu zwei Prozent, gelber zu höchstens zwanzig, Oolong ist halbfermentiert, Pu-Erh ähnelt am meisten dem, was in Europa als schwarzer Tee bekannt ist.
Eigentlich muss es korrekterweise Oxidation heißen, denn an einer Fermentierung oder Fermentation sind Mikroorganismen (Bakterien, Pilze) beteiligt, ähnlich wie zum Beispiel bei der Käseherstellung. Daher das französische Wort fromage für Käse.
Bei der Teeherstellung geschieht ein Oxidationsprozess, indem in einem warmen Raumklima mit hoher Luftfeuchtigkeit die Teeblätter gerollt werden und dabei Saft aus den Zellen austritt. Dieser reagiert mit Sauerstoff, was sowohl die Farbe als auch das Aroma der Blätter verändert und intensiviert.


Geschichte

Bereits um 300 v. Chr. wurde Tee in der chinesischen Literatur erwähnt. Verorten lässt sich die chinesische Teekultur in ältester Zeit in den südlichen Teilen des Landes. Dort wurde und wird Tee angebaut, dort wurde er auch zuerst konsumiert. Die Verbreitung der buddhistischen Lehre in China im 7. Jahrhundert nach Chr. (Tang-Dynastie) soll den Konsum von Tee gefördert haben: seine belebende Wirkung, so heißt es, habe den Mönchen geholfen, in langen Stunden der Meditation wach zu bleiben.
Erst in der Zeit der Song-Dynastie (960–1279) blühte der Teehandel über weite Entfernungen hinweg auf. Der Tee gelangte bis nach Tibet und Indien.
In dieser Zeit wurde Tee allmählich ein Getränk der Elite: Adlige und buddhistische hochgelehrte Meister bekamen Tee gereicht, eine chinesische Teekultur im engeren Sinne entwickelte sich, ein ästhetischer, verfeinerter Kult.
In dieser Zeit wurde der Tee entweder in Form von Blättern gehandelt oder, noch häufiger, zu Fladen gepresst. Während der Ming-Dynastie (1368-1644) setzte sich die Handelsform der losen getrockneten Blätter durch. Zubereitungsarten und Teegeschirr haben sich seither nicht mehr sehr verändert.
Während der Ming-Zeit wurde auch entdeckt, wie die zunächst unerwünschte Oxidation der grünen Teeblätter verhindert werden konnte: Teeblätter wurden in einer Pfanne geröstet. Im 16. Jahrhundert schließlich, gegen Ende dieser Dynastie, wurde im Wuyi-Gebirge eine Methode entwickelt, Teeblätter teilweise oxidieren zu lassen und sie erst dann zu rösten. Der Oolong-Tee war erfunden worden, der halbfermentierte, halboxidierte, der die Eigenschaften von grünem und schwarzem Tee vereint. Für die chinesische Teekultur war das ein weiterer Meilenstein.


Zubereitung

Die chinesische Teekultur kennt drei verschiedene Schulen der Zubereitung. In der Zeit der Tang-Dynastie wurde Tee in Pulverform mit Wasser aufgekocht. In der Song-Dynastie war die chinesische Teekultur raffinierter: Den Pulvertee goss man mit heißem Wasser auf, dann schlug man ihn mit einem kleinen Bambusbesen schaumig. (Das ist auch ein kleiner Teil der sehr stark ritualisierten und ausführlichen japanischen Teezeremonie.) Während der Ming-Dynastie schließlich bereitete man den Tee aus ganzen Blättern zu. Die chinesischen Teesorten Oolong und Pu-Erh erfreuten sich zunehmender Beliebtheit.


Chinesische Teesorten

Jasmine Pearls, Silbernadeltee, Ti Kuan Yin Oolong und Cui Lu Grüntee sind nur einige von vielen Schätzen, die die chinesische Teekultur kennt. Diese Sorten sind ganz besonders empfehlenswert.
Jasmine Pearls - das sind junge Teeblätter, in Handarbeit zu Perlen gerollt, aromatisiert mit Jasminblüten. Der Aufguss hat einen einzigartigen, lieblichen Geschmack.
Silbernadeltee ist ein sehr edler weißer Tee, einer der besten und feinsten Sorten, die es gibt. Er war früher dem Kaiser, seiner Familie und seinen nächsten Getreuen vorbehalten. Der Aufguss schmeckt weich und leicht und ist auch optisch ein Genuss. Verwenden Sie eine Glaskanne, dann können Sie beobachten, wie sich die silbrig-weißen, länglich-schmalen Blätter am Boden der Kanne senkrecht aufrichten.
Etwas kräftiger ist der Ti Kuan Yin Oolong. Als halboxidierter Tee hat er einen vollen, aromatischen Geschmack.
Der Cui Lu Grüntee wird nur knapp drei Wochen lang im Frühjahr geerntet, bis Ende April. Die Mengen sind daher begrenzt. Der Geschmack ist zart und frisch, der Aufguss sonnig-gelb. Sein Duft und sein Aussehen zaubern den Frühling in die Tasse.
Chinesische Teekultur - das bedeutet auch, den richtigen Tee zu einem bestimmen Anlass auszuwählen oder einfach dem persönlichen Geschmack und dem des Gastes zu folgen.


Chinesische Teezeremonie

So sehr verfeinert und ritualisiert wie die japanische war die chinesische Teezeremonie nie. Der typische chinesische Pragmatismus betont den gemeinschaftlichen, geselligen Genuss. Oolong und Pu-Erh werden am häufigsten verwendet.
Möglich und üblich sind bei guter Qualität des Tees mehrere Aufgüsse, die poetische Namen tragen. Die Blätter ziehen bei jedem neuen Aufguss etwas länger, jeder schmeckt anders.


Auch für Genießer, die Tee ganz unzeremoniell zubereiten und trinken, gibt es bei uns chinesische Teesorten in großer Auswahl. 

 Besuche Sie unseren Shop https://www.roberts-teehaus.de/  .                    


Wenn Sie regelmäßig über neue Blogeinträge informiert werden wollen, können Sie unseren Newsletter unter 

https://www.roberts-teehaus.de/newsletter    abonnieren. Eine Auflistung unserer Blogbeiträge finden Sie unter https://www.roberts-teehaus.de/blog