Tee Produzenten weltweit  

Tee Produzenten weltweit  

Tee, und die Rede ist hier von Aufgüssen der Blätter von Camellia sinensis, hält gleich nach Wasser den zweiten Rang der meistkonsumierten Getränke. Statistisch wird durchschnittlich ein halber Liter pro Person am Tag getrunken. Anbau, Herstellung und Konsum spielen eine maßgebliche Rolle für die Weltwirtschaft.

Tee Produzenten weltweit

In China und Indien, Kenia, Sri Lanka und der Türkei wird der meiste Tee produziert.
Aber Exportweltmeister ist das ostafrikanische Land.
Überrascht? Möchten Sie ein bisschen mehr erfahren?

Kenia besitzt keine nennenswerte Teetradition, die mit der asiatischen vergleichbar wäre, erwirtschaftet aber einen bedeutenden globalen Anteil, der auf eine fast hundertjährige Geschichte zurückblickt. Dass Kenia als im großen Ausmaß teeproduzierendes Land nicht allgemein bekannt ist, liegt wohl auch daran, dass vorwiegend einfache CTC-Qualitäten hergestellt werden. Die Abkürzung steht für Crush, Tear, Curl. Die Blätter und damit ihre Zellwände werden für die Produktion von Schwarztee vor der Oxidation industriell zerbrochen, zerrissen und gerollt, was bewirkt, dass die Polyphenole und das Enzym Polyphenoloxidase miteinander reagieren. Das geht zwar auf Kosten des Aromas, erfordert aber viel weniger menschliche Arbeitskraft. Zudem ermöglichen die so aufbereiteten Blätter, dass ein starker Aufguss bei kurzer Ziehzeit erzeugt wird, was dieses Verfahren besonders geeignet für die Herstellung von Beuteltees macht. Aber natürlich kommen aus Kenia auch Tees gehobener Qualität wie beispielsweise unser Kenia GFOP1 Marinyn Schwarztee.

Tee Konsum weltweit

Aus China und Indien gelangen weniger Exporte auf den globalen Markt, denn in diesen Ländern wird viel Tee getrunken, so wie auch in der Türkei, in England und Irland. Die unangefochtenen Champions finden wir aber in Ostfriesland. Die Statistik besagt, dass pro Person und Jahr 300 Liter Tee, verfeinert mit Kluntje und Wulkje, also mit Kandisklumpen und Sahnewölkchen, in die Tassen wandern. Nicht nur dort, sondern auch im Rest der Welt ist nach wie vor schwarzer Tee am beliebtesten, nicht grüner.

Teeanbau weltweit

Rund um den Globus wird Tee in tropischen und subtropischen Breitengraden kultiviert. Die Pflanzen mögen es warm und benötigen genug Niederschläge, aber in Form von kurzen und kräftigen warmen Duschen, nicht als kalten Dauerregen. Frost und Staunässe machen ihnen den Garaus.

Wir wollen nach Asien, Afrika und Südamerika schauen.
Eine 4000 Jahre alte Teetradition pflegt China; seit immerhin 1000 Jahren kommen exquisite grüne Tees aus Japan, und die vietnamesische Teekultur ist fast genau so alt.
Noch ein Superlativ: Indien hat die größten Plantagen der Welt, die für den Export allerdings kaum eine Rolle spielen, denn auch der Teedurst der Bevölkerung ist riesig. Nur 15 Prozent der Ernte gelangen auf die globalen Märkte.
Auch das benachbarte Sri Lanka verfügt durch unterschiedliche Klimazonen über ideale Bedingungen, mannigfaltige Teesorten anzubauen.
Die nepalesischen Anbaugebiete liegen gleich neben der indischen Provinz Darjeeling und bringen Ähnliches hervor.
Über Kenia ist schon viel gesagt worden. Weitere afrikanische Länder, in denen Tee im großen Stil angebaut wird, sind Burundi, Kamerun, Malawi, Mosambik, Ruanda, Simbawe, Südafrika, Tansania und Zaire.
Auch in Argentnien, Brasilien, Ecuador und Kolumbien, die eher für Kaffee bekannt sind, befinden sich Teegärten, deren Ertrag größtenteils in diesen Ländern verbraucht und kaum exportiert wird.

Ob man ihn als Nahrungs- oder als Genussmittel betrachtet, Tee und seine wirtschaftliche Bedeutung weltweit sind nicht zu unterschätzen. Die Ernte erzielt, in US-Dollar berechnet, alljährlich zweistellige Milliardenbeträge, Tendenz steigend.

 

 

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